Februar 2019

Umzugsfreude

Eine Teilnehmerin meines aktuellen Kurses hat ihre Mutter mit zum Kurs angemeldet und so singen, lachen und tanzen drei Generationen Frauen dieser Familie jede Woche in meinem Kurs. Kürzlich berichtete "die Oma" in der Runde am Stundenende ganz stolz: Beim Umzug ihrer Tochter hatte sie ihre Enkelin auf dem Schoß, während aus dem Zimmer ein großer Schrank herausgetragen wurde. Kaum war der Schrank weg, zeigte die Kleine zum ersten Mal das Zeichen für "Wo?". Da konnte Oma der Kleinen erklären, dass der Schrank nun in die neue Wohnung getragen wird. Was für eine Freude, an den Gedanken eines so kleinen Kindes teilhaben und darauf eingehen zu können!

Ich hab doch keinen Vogel .-)

Vor ziemlich genau einem Jahr ist die Zwergensprache in unseren Familien- und meinen Arbeitsalltag eingezogen. Zusammen mit meinem Sohn und Co-Trainer Hugo habe ich die Zwergensprache gelernt, gelebt, geübt und in viele Familien weitergegeben. Damals wußte ich selbst noch nicht um wie viele wunderschöne Momente unser Leben bereichert wird und was ich dadurch alles von und über meine Kinder erfahre.
Anfang April 2018 brachten wir wie jeden Morgen unser großes Kind (Heidi nun 4 Jahre) in den Kindergarten. Ich verließ wie immer mit Hugo auf der Hüfte sitzend das Kindergartengebäude. Plötzlich zeigte mir Hugo voller Freude das Zeichen für Vogel. Da ich keinen Vogel sah, dachte ich "ob er meinem im Kopf meint" und ging zügigen Schrittes weiter. Aber im Weiterlaufen hab ich verstanden was er mir mit leuchtenden Augen mitteilen wollte: ich habe die Vögel nun endlich zwitschern gehört.
Mir hat es ein Tränchen in die Augen gezaubert. Mein noch nicht einmal einjähriges Kind, hat sich so sehr über Vogelzwitschern gefreut und mir damit ganz deutlich gezeigt, was wirklich wichtig ist: inne halten, Natur genießen, zu sein und auch mal einen Schritt langsamer zu gehen.
Danke für diese vielen unbezahlbaren Momente.
Marlen Wolf
Zwergensprache Kursleiterin in Mühlhausen/Dingelstädt

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