Kleinkind

Die Macht der Sprache

Bild des Benutzers Vivian König

Der im Oktober im Schweizer ElternMagazin „Fritz und Fränzi“ erschienene Artikel "Die Macht der Sprache" berichtet auf eindrucksvolle Weise über die Forschung von Dana Suskind und zeigt dabei die enorme Wichtigkeit der direkten sprachlichen Kommunikation zwischen Babys und ihren Bezugspersonen von Geburt an auf.
 
Die Autorin betont die bedeutende Rolle, die die persönliche Ebene der Sprache zwischen Eltern und Kind für die Entwicklung der Kinder spielt.
 
In dieser Grundhaltung finden wir genau dieselben Werte wieder, die uns in unseren Zwergensprache-Eltern-Kind-Gruppen für den wertschätzenden und auf Augenhöhe stattfindenden Austausch von Anfang an wichtig sind.

Bei der Zwergensprache bzw. bei Babyzeichen ganz allgemein wirkt nun die Verbindung zwischen gesprochenem Wort und einer bildhaft untermalenden Geste als ein weiterer Hebel für den Spracherwerb, da die haptische, optische und akustische Wahrnehmung unterstützt wird – alles  wichtige Kanäle für das Sprechen Lernen.
 
Die Bezugsperson befasst sich intensiv und immer in direktem  Blickkontakt mit dem Kleinkind. Das Baby fühlt sich so von Anfang an wahr - und ernstgenommen und entwickelt eine selbstbewusste, selbstwirksame Kommunikationsfähigkeit.

Dass der direkte soziale Austausch zwischen einem Baby und seiner Betreuungsperson ein Schlüsselfaktor für die Lautsprache ist, können wir daher nur unterstreichen und aus eigenem Erleben bestätigen, dass dies durch sprachbegleitende Babyzeichen hervorragend realisiert werden kann.
 
Das Lächeln und das Glück in einem Babygesichtchen, das sich verstanden fühlt, sprechen Bände und animieren beide Seiten dazu, im Dialog zu bleiben – da können sicher viele von Euch nur zustimmen.

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Da geht auch mir ein Licht auf!!!

Bild des Benutzers Karin Feist

Ich muss euch mal wieder ein tolles Babyzeichenspracheerlebnis berichten. Kürzlich durfte ich die 15 Monate alte Tochter einer Freundin sitten. Ihre Mami war unterwegs und ich war mit der kleinen in der elterlichen Wohnung,  da sie ihren Vormittagsschlaf noch absolvierte. Nachdem die kleine aufgewacht war, wollte sie mir unbedingt ihre Spielsachen im Wohnzimmer zeigen. Dort lagen einige Puppen und Bauklötze direkt vor dem Schrank mit dem Fernseher drauf. Plötzlich zeigte mir die kleine das Zeichen für Licht und deutete in Richtung Fernseher. Ich dachte sofort: "Wieder ein Kleinkind, dass schon auf den Fernseher fixiert ist. Ich möchte nicht wissen, wie oft sie damit beruhigt wird."
Meine Antwort an die kleine: "Nein, den machen wir jetzt nicht an!".
Die Kleine zeigte weiterhin das Zeichen für Licht und wurde immer energischer.
Ich: "Nein, wir schauen jetzt nicht Fernseh!"
Nach einigem Hin und Her setzte ich mich zu der kleinen auf den Boden vor den Fernseher und wollte ihr klarmachen, dass wir jetzt lieber mit der Puppe oder den Bauklötzen spielen. 
Die Kleine zeigte mir daraufhin noch mal das Lichtzeichen und deutet in Richtung Fernseher und plötzlich sah ich, dass sich im dunklen Fernsehbildschirm die kronleuchterartige Wohnzimmerlampe spiegelte. Da ist auch bei mir der Groschen gefallen! Und als ich der Kleinen sagte, dass ich die Lampe auch sehe, war sie beruhigt und fing an mit den Bauklötzen zu spielen.
Babyzeichensprache sei Dank!
 

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